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Reiseziele in Europa

Aquitanine

Die Region „Aquitanine“ ist eine weitläufige Küstenlinie mit goldenem Sandstrand, vielen Schlössern und Weinfeldern, einigen Bergen und vor allem viel Land. Dennoch hat hier jede Region ihr ganz eigenes Gesicht, was man an den Weinbergen im Bordeaux-Gebiet, den Stränden an der Baskischen Küste und den Hochebenen im Perigord schnell erkennen kann. Aufgrund der weltweit bekannten Stadt Bordeaux wird schnell deutlich, dass in dieser Region Frankreichs der Wein schon immer ein König war. Hier hat man alles für den Wein getan: Schlosser gebaut, Hügel und Wälder gerodet, unzählige Herstellungsverfahren entwickelt und technische Anlagen gebaut. In den drei Departments „Gironde“, „Lande“ und „Ryrenees-Atlantiques“, die die Region Aquitanine darstellen, wird bis heute der Weinbau betrieben.

Die Stadt Bordeaux hat als fünftgrößte Stadt in Frankreich aber noch mehr zu bieten, als erstklassige Weine. Hier kann man viele neoklassische Bauwerke bestaunen, es gibt viele ausgezeichnete Museen und malerisch angelegte Parks. Es sind keine herausragenden Einzelbauten, die Bordeaux ausmachen, sondern eher die fast vollständig erhaltene Anlage der Stadt, deren historisches Bild bis heute erhalten ist und entsprechend beeindruckt. Vor allem im historischen Zentrum hat Bordeaux einiges zu bieten. Weltberühmt ist die  „Fassade“ zur Garonne, auf der sich auf mehreren Kilometern hohe, schmale Bürgerhäuser am Ufer entlang ziehen. Hin unter wieder sieht man hier auch einzelne Repräsentationsbauten, hinter denen dann wieder die Dächer von Kirchen und alten Stadttoren erheben. Dieses historische Ensemble gilt als das größte, geschlossenste und schönste des Landes. In der Vergangenheit war es schon mehrfach die Kulisse für unzählige Film- und Fernsehproduktionen. Rund 39 Kilometer von Bordeaux entfernt befindet sich das Dorf Saint-Emilion. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Blick auf die Dordogne, die für ihren Wein weltweit bekann ist.

Die größte Wanderdüne Europas befindet sich im Seebad Arcachon, welches auch für seine Austernzuchtanlage bekannt ist. Absolutes Highlight ist hier aber die „Düne von Pilat“, die sich südlich an der Bucht von Arcachon befindet. Sie mehr als zwei Kilometer lange Düne hat eine Höhe von ca. 102 Metern und wird immer mehr ins Landesinnere gedrückt. In der Bucht betreiben derzeit noch rund 350 Fischer die Austernzucht. Allerdings werden es hier von Jahr zu Jahr weniger Fischer, die ihre Erzeugnisse an die Restaurants der umliegenden Ferienorte verkaufen. Dennoch sollte man sich diese Delikatesse nicht entgehen lassen. Zu den schönsten Badeorten in dieser Region gehören im übrigen „Gujan-Mestras“, „Andernos les Bains“ und „Ares“. Neben vielen Hotels gibt es hier auch hervorragende Campinplätze.

Biarritz ist auch so eine Stadt in dieser Region Frankreichs, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Sie hat einen Wandel durchgemacht, der seinesgleichen sucht. Einst war Biarritz eine sehr vornehme Küstenstadt und war im 19. Jahrhundert der Treffpunkt der vermögenden internationalen Aristokratie. Heute sind es die Surfer, die es sich hier gut gehen lassen. Daneben gibt es im Stadtgebiet aber auch einiges an Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise die Leuchttürme. Von ihnen aus hat man einen faszinierenden Rundblick auf die Landschaft, vor allem vom 73 Meter hohen Leuchtturm auf dem Plateau von Saint Martin. Des Weiteren gibt es in dieser Stadt das „Le Musee de la Mer“, das Museum des Meeres, dass sich am Ufer des Ozeans befindet. In diesem überdimensionalen Aquarium kann man 150 Fischarten bestaunen und auch einen Blick in das ozeanographischen Labor werfen. Hier ist man auf Augenhöhe mit Haien.