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Reiseziele in Europa

Bourgogne

Das französische Bourgogne ist vielen Frankreichurlaubern besser als Burgund bekannt, eine Region, die sich im Zentrum von Frankreich befindet. Diese Region, mit der Hauptstadt Dijon, zeichnet sich vor allem durch viele große Anzahl an Kirchen, Klöstern und ehemaligen Klöstern aus. Sie alle sind einen Besuch wert und sorgen dafür, dass man in der Region Frankreichs einen sehr abwechslungsreichen und kulturell wertvollen Urlaub verbringen kann.

In jedem Fall besuchen sollte man die Regionalhauptstadt Dijon, die für ihren Senf, ihre Weine und als Verkehrs-, Handels- und Industriezentrum bekannt ist. Des Weiteren kennt man Dijon auch als Universitätsstadt, denn hier befindet sich der „Universite de Bourgogne“, die im Jahre 1722 gegründet wurde. Dijon hat zahlreiche beeindruckende Bauten zu bieten, wie beispielsweise den ehemaligen herzoglichen Palast aus dem späten 17. Jahrhundert. Er befindet sich am halbkreisförmigen, von Kolonnaden gesäumten Place de la Liberation und beherbergt im westlichen Flügel das Rathaus der Stadt. Eines der bedeutendesten Kunstmuseen des Landes ist das „Muesee des Beaux-Arts“, das sich im Ostflügel des Palastes befindet. Rund um den Palast kann man eine Reihe von Patrizierhäusern bestaunen, die aus dem Mittelalter und der Renaissance stammen. Besonders beeindruckend ist auch die gotischen Kathedrale „Saint Benigne“, die in der Zeit von 1271 bis 1325 nach dem Einsturz des Vorgängerbaus aus dem 11. Jahrhundert erbaut wurde. Reste des Vorgängerbaus kann man in der Krypta bestaunen. Ferner sind hier auch einige Klostergebäude erhalten geblieben, in denen heute ein archäologisches Museum untergebracht ist. Die größte Pfarrkirche der Stadt ist die spätgotische Kirche „Saint-Michel“. In der zwischen 1499 bis 1525 erbauten Kirche befinden sich zahlreiche Kunstwerke.

Wie Eingangs erwähnt gibt es in der Region Burgund viele weitere beeindruckende Gotteshäuser, wie beispielsweise die Abteil „Saint-Fortunat“, die sich in Charlieu befindet. Das Besondere an dieser Abteil sind die drei Tympana der Portale. Der heutige Bau ist der dritte auf dieser Stelle und stammt teilweise aus dem 11. Jahrhundert. Von den Vorgängerbauten sind noch Grundmauern erhalten, die freigelegt wurden und besichtigt werden können. Eine weitere interessante Abtei ist die „Abtei von Cluny“, die der Ausgangspunkt bedeutender Klosterreformen im Mittelalter war. Zeitweise war diese Kirche das größte Gotteshaus des Christentums. Bis heute sind mehrere Gebäude der Benediktinerabtei und der Abteikirche erhalten geblieben. Der Staat hat die Abtei im Jahre 2007 mit dem „Europäischen Kulturerbe-Siegel“ ausgezeichnet.

In keinem Fall verpassen darf man auch das Kloster „Pontigny“, dass sich rund 21 Kilometer nordöstlich von Auxerre befindet. Die einstige Zisterzienserabtei ist eine der vier Primarabteien und befindet sich auf einem ehemaligen unwegsamen Sumpfgebiet. Im Jahre 1114 wurde die Abtei mit 12 Mönchen aufgebaut. In dieser Abtei spielten nicht nur die religiösen Aufgaben eine bedeutende Rolle, sondern auch der Weinbau. Hier wurde von den Mönchen einer der ersten Weinberge angebaut, der die Basis für den berühmten Wein von Chabilis bildet. Die Mönche waren es auch, die in diesem Gebiet den Chardonney, eine der bis heute bedeutendsten weißen Rebesorte, anbauten.

Burgund hat aber nicht nur Gotteshäuser zu bieten, sondern auch sehr viele Burgen und Schlösser. Wie viele es genau sind, kann gar nicht gesagt werden, denn sie sich in dieser Region sehr weit verstreute. Experten schätzen, dass es zwischen 400 und 700 Schlösser und Burgen sind. Zu den bekanntesten gehört das Schloss „Ancy Le Fance“ sowie die Runie der Burg „Brancion“. Immer wieder ein Touristenmagnet ist auch das Schloss „Bussy-Rabutin“ und das Schloss „Chateauneuf“. In letzterem sollten man unbedingt das „runde Zimmer“ besuchen. Von hier aus kann man unendlich weit die Region überblicken. Weitere besonders erwähnenswerte Schlösser sind das Schloss Commarin, das Schloss Cormatin und das Schloss Sully.