template by shocki

Reiseziele in Europa

Bretagne

Im Westen von Frankreich befindet sich die Bretagne, eine große Halbinsel mit der längsten Küstenlinie aller französischen Regionen. Im Norden und Westen der Bretagne befindet sich die Atlantikküste, die sich felsig zeigt und an denen sich auch die berühmten Badeorte St-Malo und Dinard befinden. Im Süden zeichnet sich die Landschaft der Bretagne durch flache Waldgebiete aus. Das Landesinnere wird in zwei Naturräume unterschieden: im Osten befindet sich die Oberbretagne mit weiten Ebenen und im Westen die Unterbretagne, mit Resten des Armorikanischen Gebirges. Dieses war einst bis 4000 Meter hoch und heute die Heimat des „Monts d'Arree“ und „Montagnes Noires“. Die höchsten Erhebungen der Bretagne sind der „Roc Trevezel“ und der „Signal de Toussaines“. Sie sind beide jeweils 384 Meter hoch. Die Bevölkerung der Bretagne verteilt sich sehr unregelmäßig, denn während das Landesinnere schwach besiedelt ist, sind die Städte entlang der Küste sehr beliebt. Genannt werden die Einheimischen hier Bretonen, die sehr darum bemüht sind, ihre regionale Kultur aufrecht zu erhalten. Am meisten kann man dies an der Beibehaltung der bretonischen Sprache sowie an vielen regionalen Bräuchen erkennen. Nicht selten kann man hier auch in den Ferienorten Frauen sehen, die die berühmten bretonischen weißen Spitzenhauben tragen.

Das Klima in der Bretagne ist von ozeanischen Einflüsse bestimmt, sodass die Sommer mäßig warm und die Winter recht mild sind. Im Durchschnitt beträgt die Jahrestemperatur ca. 12 Grad Celsius. Allerdings regnet es hier das ganze Jahr über sehr viel.

Aufgrund der klimatischen Bedingungen ist die Bretagne das ganze Jahr über ein wunderbares Urlaubsziel. Im Sommer kann man an der Küste baden gehen und einen tollen Strandurlaub verbringen und in den restlichen Jahrezeiten kann man sich wunderbar die vielen bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten anschauen.

So beispielsweise in Auray, dass zusammen mit dem nahe gelegenen Golf von Morbihan ein beliebtes Touristenziel ist. Unbedingt ansehen sollte man sich hier die dreieckige Place de la Republique. Der Platz befindet sich in der Oberstadt und hat viele Fachwerkbauten zu bieten sowie das sehenswerte rathaus aus dem Jahre 1882 oder die Kirche St-Gildas von 1641.

Carnac ist eine Gemeinde, die vor allem für ihre Steinkreise und Steinreihen bekannt ist. An der Atlantikküste gelegen kann man in der Gemeinde mehr als 3.000 Menhire bestaunen, die als Steinreihen angeordnet sind. Es wird vermutet, dass sich die Steine, die heute zwischen 0,5 und vier Meter hoch sind, einst über eine Länge von acht Kilometer hingezogen haben. Ganz in der Nähe befinden sich auch die Steingehege der Bretagne, bei denen es sich um eine sehr seltene Form der Steinsetzung handelt.

Ein ganz beliebter Badeort ist Dinard, eine Stadt die sich an der Mündung der Rance befindet. Dinard trägt den Beinamen „Nizza des Nordens“ und war im 19. Jahrhundert ein Badeort wohlhabender Engländer. Das kann man bis heute an den zahlreichen Villen erkennen, die aus dieser Zeit noch erhalten geblieben sind. Wer einen Badeurlaub verbringen möchte, der ist hier genau richtig. Auf ihre Kosten kommen aber auch Freunde des Wassersports.

Wer seine Ferien in der Betragne verbringt, der sollte auch unbedingt Rennes besuchen, die Hauptstadt der Bretagne. Die Stadt gehört zu einer der bevölkerungsreichsten Städte in Frankreich und hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. So etwa am „Place des Lices“. Hier bestaunt man u.a. das Stadtschloss „Porte Mordelaise“, dass aus dem 15. Jahrhundert stammt und mit zwei Türmen und einer Zugbrücke versehen ist. Sehr interessant sind auch die Reste der Stadtmauer. Sie stammen aus dem 3. Jahrhundert. Oder auch die Befestigungen aus dem 15. Jahrhundert. An der Rue Saint-Melaine befindet sich die Kirche « Notre-Dame-en-Saint-Melaine“, das Benediktinerkloster Saint-Melaine aus dem 9. Jahrhundert und der Garten „Jardin du Thabor“, der sich durch seine Orangerie, seinen Rosengarten und eine Voliere auszeichnet. Überaus sehenswert und erlebnisreich ist auch ein Besuch im Museum der Schönen Künste oder ein Besuch im Bretagne Museum, beides befindet sich südlich der Vilaine. Im Zentrum der Stadt befindet sich das „Parlement“, dass zwischen 1618 und 1655 errichtet wurde. Finanziert wurde damals der Bau durch die königliche Weinsteuer. Als 1720 ein Brand die ganze Stadt verwüstete, wurde wie durch ein Wunder nur ein Teil des Parlamentsdachs beschädigt. Im Jahre 1994 gab es dann einen erneuten Brand, diesmal im  Parlamentsgebäude, bei dem es erheblich beschädigt wurde. Zehn Jahre hat man für den kompletten Wiederaufbau gebraucht. Heute ist das Parlament der höchste Gerichtshof der Region.