Die Haute Normandie (übersetzt Obernormandie) befindet sich im Norden von Frankreich und wird von den Departments „Eure“ und „Seine-Maritime“ gebildet. Gegründet wurde die Region Haute Normandie, deren Hauptstadt Rouen ist, im Jahre 1956.
In beiden Departments gibt es sehr viele schöne öffentliche Parks und Gärten. Im Department Eure sollte man sich beispielsweise den „Parc du Chateau d'Acquigny“ in Acquingny nicht entgehen lassen und auch der „Jardin Potager de Saint Jean de Frenelles“ in Voisemont ist sehr sehenswert.
Zu den größten Gemeinden des Departments Eure gehört u.a. Vernon, in dem sich das zauberhafte Schloss „Bizy“ befindet, dass im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Nach zahlreichen Besitzerwechseln und Umbauten befindet sich das Schloss heute im Privatbesitz. 1974 wurde es offiziell als historisches Denkmal eingestuft. Besichtigen kann man, gegen ein Entgelt, den Schlosspark in dem sich beeindruckende Wasserspiele befinden. Ferner befindet sich im Marstall eine Sammlung von Kaleschen, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Sehr sehenswert sind auch die „Tour des Archoves“, die Reste einer alten Burg der Stadt sowie das Schloss „Chateau des Tourelles“, das aus dem 12. Jahrhundert stammt und eines der letzten Kastelle in Frankreich ist, welches noch völlig intakt ist. Nicht entgehen lassen sollte man sich hier auch die „Vieux Moulin“, eine alte Mühle, die einst auf einer mittelalterlichen Brücke gebaut wurde.
Eine weitere interessant Stadt in diesem Department ist Bernay mit seiner Allee auf dem Mont Milon im Norden der Innenstadt begeistert. Die Allee wurde als Naturdenkmal eingestuft. Ferner gibt es in Bernay eine Pferderennbahn, das „Hippodrpme Victor Labrun“, auf der in erster Linie Trabrennen stattfinden. Daneben gibt es zahlreiche Sakralbauten, wie beispielsweise die alte Abtei „Notre Dame de Bernay“, die im Jahre 1013 gegründet wurde. Im 15. Jahrhundert wurde die umgebaut, in den Hugenottenkriegen angezündet und geplündert. 1628 von den Maurinern übernommen, ab 1686 wieder aufgebaut und ist heute das Rathaus und das Gericht der Stadt.
Im Department Seine-Maritim befindet sich die Hauptstadt der Region „Rouen“. Diese Hafenstadt an der Seine ist als sehr kinderfreundliche Stadt ausgezeichnet und hat unheimlich viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Vieles wurde zwar im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt aber ebenso viele Bauwerke hinterher auch vier aufgebaut - teilweise nach die original Bauplänen. Zu den sehenswertesten Gotteshäusern gehört z.B. die „Basilika Saint-Uen“ und die „Kathedrale von Rouen“ sowie die gotische Kirche „L´Eglise Saint-Maclou“. Nicht entgehen lassen sollte man sich auch den Justizpalast „Le Palais de Justice“ der im Jahre 1509 erbaut wurde. Er ist der größte nichtsakrale gotische Bau in ganz Europa. Interessant ist auch der „Am Place du Vieux Marche“, denn hier wurde am 30. Mai 1431 die weltweit bekannte Jeanne d’Arc verbrannt. Seit 1979 befindet sich hier auch die Kirche „Ste-Jeanne-d’Arc“. In diesem Zusammenhang sollte man auch die „Tour Jeanne d’Arc“ besuchen. Hierbei handelt es sich um eine erhaltene Ruine der 1200 erbauten Burg, in der 1431 Jeanne d’Arc von den Richtern verhört wurde.
Aber nicht nur Rouen ist in diesem Department sehr sehenswert, denn auch Städte wie Auffay, Ermenouville und Varengeville sur Mer sollte man sich nicht entgehen lassen. Gerade in letzterem Ort gibt es viel Interessantes zu entdecken, wie z.B. das Sommerpalais von Jehan Ango, den „Manoir d'Ango“ der im Stil der italienischen Renaissance um 1540 erbaut wurde. Des Weiterne sehr sehenswert ist die Kirche des Ortes und die beiden Parks „Le Bois des Moutiers“ und „Les Jardins de Vasterival“. Gerade in diesen grünen Lungen der Stadt kann man viel vom französischen Flair und der Lebensweise der Einheimnischen mitbekommen.