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Reiseziele in Europa

Ile de France

Das Departement „Ile de France“ im Norden von Frankreich kann geografisch fast mit Paris gleichgesetzt werden. Man kennt bis auf ein paar kleine Ausnahmen hier nichts als das Ballungsgebiet Paris, mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Das Departement macht rund 2,2 Prozent des nationalen Gebiets aus, ist aber die Heimat von rund 20 Prozent der gesamten Bevölkerung von Frankreich. Es gibt aber noch weitere bedeutende Städte in Ile de France, wie beispielsweise Versailles und Saint-Denis.

Paris ist seit Jahrzehnten das absolute politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Alle  wichtigen Entscheidungen werden hier getroffen, Kunden geworben, Mitarbeiter gesucht und bis vor kurzem führten auch alle Verkehrsverbindungen nur über Paris. So waren viele Organisationen und Unternehmen geradezu gezwungen, sich in Paris und der Umgebung niederzulassen. In kaum einer anderen Stadt dieser Welt gibt es so viele eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten wie es in Paris der Fall ist. Wer hier eine Städtereise plant, sollte mehr Zeit als nur ein Wochenende einplanen, denn in Paris gibt es mehr zu entdecken als Eifelturm und Triumphbogen.

Damit ist auch gleich das erste Stichwort der Sightseeingtour gefallen: der Eifelturm - das Wahrzeichen der Stadt. Erbaut wurde er anlässlich der Weltausstellung 1889 vom Ingenieur Gustave Eiffel. Der diente bei der Weltausstellung als Eingang zum französischen Pavillon und war damals 307 Meter hoch. Heute misst er inklusive Antenne 320,8 Meter und ist die höchste derartige Konstruktion weitweit. Daneben gehört zu Paris wie selbstverständlich auch der „Louvre“ dazu. Im Jahre 1200 veranlasste Philipp II. Augustus den Bau des Louvres. Er sollte als Festung nordwestlich vom heutigen Cour Carree, dienen. Diese Festung wurde 1358 von Karl V. als Sitz gewählt. Franz I. befasste sich dann ernsthaft mit einer Neugestaltung des Palastes. Die Burg wurde auf seinen Befehl hin größtenteils abgerissen und es wurde ein Königpalast gestaltet. Die letzte Veränderung, die Glaspyramide, veranlasste Francois Mitterrand veranlasst. Im Louvre ist seit 1793 ein Kunstmuseum, das zu den größten der Welt gehört, untergebracht.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, in der man in Paris nicht vorbei kommt, ist „Notre-Dame“. Sie ist eine der ersten gotischen Kathedralen in Frankreich und wurde von 1163 bis 1260 auf Befehl von Bischof Maurice de Sully erbaut worden. Im 19. Jahrhundert ernannte man Viollet-le-Duc zum Architekten der Kathedrale. Der die Konstruktion veränderte und die Beleuchtung verbesserte. Weltweit bekannt ist die Westfassade - sie gilt als die schönste im ganzen Land. Wer einen unvergesslichen Abend im Ballett erleben möchte, der besorgt sich eine Eintrittskarte für die „Opera Garnier“, die renommierteste und größte Bühne in Frankreich. Die Architektur der Oper verbindet unterschiedliche architektonische Richtungen und Bauverfahren miteinander und gilt als repräsentativste Beispiel des Napoleon-III-Stiles der französischen Architektur.

Ebenso bekannt wie der Eifelturm ist der Pariser Triumphbogen, der „Arc de Triomphe“. Dieses Denkmal befindet sich am Place Charles-de-Gaulle und kann von Fußgängern nur durch eine Unterführung erreicht werden. Unter dem Triumphbogen befindet sich das Grabmal des unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg und die „Ewige Flamme der Erinnerung“, die an die Toten gedenken soll, die nicht identifiziert werden konnten. Die Flamme wird jeden Tag gewartet und es finden mehrfach im Jahr hier Kranzniederlegungen und Ehrungen statt. Der Höhepunkt ist die Parade am 11. November, dem Jahrestag des Waffenstillstands zwischen Frankreich und Deutschland im Jahr 1918. Ferner wird bei der Schlussetappe der Tour de France vor dem Arc de Triomphe eine Wendung von den Radsportprofis ausgeführt.

Hat man schon mal etwas von Paris gehört, dann auch vom „Champs-Elysees“. Diese große Prachtstraße befindet sich im nordwestlichen Teil von Paris, ist 1910 Meter lang und 70 Meter breit. Sie beginnt an den beiden Nachbildung der Pferdegruppen Chevaux de Marly, westlich der Palace de la Concorde und endet an der Einmündung des Place Charles-de-Gaulle.

Und doch sind das noch alnge nicht alle Sehenswürdigkeiten, die man in Paris erleben kann. Viele der schönsten Plätze, Bauten und Museen kann man im Rahmen von Stadtführungen am besten kennen lernen.

Zum Department Ile de France gehört aber auch Versailles, dass vielen aus Geschichtsbüchern bekannt sein sollte. Ludwig XIV. hat hier im 17. Jahrhundert das prunkvolle Schloss Versailles errichtet. Heute ist die Stadt ein sehr eleganter Wohnort, der auch ein sehr wichtiger Fremdenverkehrsort für Paris-Besucher ist. Gebaut wurde das weltweit bekannte Schloss einst als Jagdeschloss für König Ludwig XIII durch Philibert le Roy. Ab dem Jahre 1661 wurde es unter Ludwig XIV. umfangreich um- und ausgebaut. Beteiligt waren daran Louis, Le Bau, Francois D´Orbay, Julues Hardounin-Mansat und Robert de Cotte, während die Innenausstattung von Charles Lebrun und die berühmten Gartenanlagen von Madre La Notre geschaffen wurden. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Französischen Revolution war das Schloss die Residenz des französischen Königshauses. Damals war es fast durchgehend von einem mehrere tausend Personen, die zum Hofstaat gehörten, bewohnt und entwickelte sich schnell zum kulturellen und politischen Mittelpunkt des Landes. Heute gilt das Schloss Versailles als einer der größten Paläste in Europa und ist ein Höhepunkt der europäischen Schlossbaukunst. Die größte Ausdehnung des Palast beträgt mehr als einen halben Kilometer. Versailles war im 17. und 18. Jahrhundert für zahlreiche weitere Schlösser „das“ Vorbild überhaupt und gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

In  Saint-Denis sollte man sich die Kathedrale nicht entgehen lassen. Die einstige Abteikirche ist eine „Basilica minor“ und wurde im Jahre 1966 zur Kathedrale des Bistums Saint-Denis erhoben. Seit dem Ende des 10. Jahrhunderts sind hier so gut wie alle französischen Könige und auch viele Königinnen beerdigt. Im Jahre 1862 wurde das Gotteshaus als „Mounment historique“ klassifizierte und besitzt eine große kunsthistorische Bedeutung. Dies ist darin begründet, dass in ihrem Chor, mit dessen Bau man 1136 begonnenen hat, die ersten  Spitzrippengewölbe gebaut wurden. Daher gilt die Kathedrale von Saint-Denis als die Wiege der Gotik. Geweiht ist das Gotteshaus dem heiligen Dionysius, dem Schutzpatron und ersten Bischof von Paris. Einer Legende zufolge wurde er in der Zeit der Christenverfolgung um 249 n.Chr. auf dem Montmartre enthauptet. Daraufhin nahm er seinen Kopf auf und wanderte mit diesem bis zum heutigen Standort der Kirche. Er dort brach er der Legende zufolge tot zusammen und wurde hier bestattet.

Saint-Denis hat aber auch etwas neuere Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie das „Stade de France“. Der Bau des Sportstadions wurde 1997 angeschlossen. In ihm fand u.a. das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 1998 sowie die Leichtathletik-WM 2003 statt. 80.000 Zuschauern finden in diesem Stadion Platz, was es mit Abstand zum größten in Frankreich macht. Die UEFA hat es als Fünf-Sterne-Stadion ausgezeichnet. Neben den Weltmeisterschaftshöhepunkten werden hier auch die Heimspiele der französischen Fußballnationalmannschaft und die der Rugby-Union-Nationalmannschaft ausgetragen. Auch das Finale um den Französischen Fußball- und Ligapokal sowie das Finale der Rugby-Meisterschaft Top 14 finden hier Stadt. Da das Stadion über verschiebbare Tribünen verfügt, kann man es für die unterschiedlichsten Leichtathletik-Veranstaltungen benutzen. Jedoch verringert sich die Kapazität dann auf 70.000 Plätze. Ferner nutzt man das Stadion regelmäßig für Konzerte und Freilichtshows.