Korsika ist die Insel der Schönheit und erscheint in einer kontrastreichen Farbenpracht: blau, das Meer, dunkles Grün, die Wälder, ockergelb, die Sehenswürdigkeiten und leuchtend rot, die kleinen Felsbuchten. All diese Eindrücke kann man am besten aufnehmen, wenn man mit einer Fähre von Marseille oder Nizza aus anreist. Diese Insel im Mittelmeer besteht zum größten Teil aus Hochgebirge und ist nach Sizilien, Sardinien und Zypern die viertgrößte Mittelmeerinsel, auf der ca. 299.000 Menschen zu Hause sind. Korsika ist in zwei Departments aufgeteilt: „Corse du Sud“ und „Haute-Corse“, wobei „Ajaccio“ die Hauptstadt der Insel ist. Korsika ist aufgrund seines typischen Mittelmeerklimas, mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern, ein sehr beliebtes Reiseziel. Dennoch sucht man hier den Massentourismus vergebens, denn Korsika ist touristisch recht wenig erschlossen. Die Einheimischen befürchten, dass eine Öffnung für den Massentourismus bedeuten würde, dass die korsische Kultur gefährde werden würde. Daher ist auch der Strand überall allgemein zugänglich, größere Hotelkomplexe oder Hotels mit ausländischen Eigentümern gibt es kaum. Die Ostküste bietet viele FKK-Urlaubanlagen und Strände. Besonders beliebt ist es auf Korsika dem Radsport oder Wandern nachzugehen. Vor allem Profiradsportler sieht man hier trainieren, denn die anspruchsvollen Passstraßen sind das ideale Trainingsgebiet.
Auch an Sehenswürdigkeiten hat die Insel nicht besonders viel zu bieten. In der Inselhauptstadt „Ajaccio“ gibt es den größten Flughafen der Insel und einen Handelshafen. Das Hafengebiet hat schon ein gewisses Flair, denn geht es hier sehr ruhig zu. Zu den touristischen Highlights gehört in Ajaccio der genuesische Wehrturm aus dem Jahre 1500, der sich in Parata befindet. Des Weiteren befindet sich in Ajaccio das Geburtshaus von Napoleon. Ajaccio befindet sich im Department Corse du Sud, in dem es sonst noch die Stadt “Sartene“ gibt. Sie wird als „die korsischste aller korsischen Städte“ bezeichnet und unterteilt sich in die Ober- und die Unterstadt. Der „Place de la Liberation“ ist der Hauptplatz von Sartene, der von den Einheimischen „Place Porta“ genannt wird. Hier befindet sich das Rathaus, das gleichzeitig auch den Eingang zur Altstadt bildet. Des Weiteren sehenswert ist der „Capu de Roccapina“, der Kultplatz der Torreaner, sowie „Fonzzano“, ein Dorf mit Wohntürmen. Freunde des Wanderns kommen in „Alta Rocca“, einer Gebirgsregion, voll und ganz auf ihre Kosten.
Haute Corse ist das zweite Department auf der Insel, in dem sich die Städte „Bastia“, „Calvi“ und „Corte“ befinden. In der Hafenstadt Bastia ist der alte Hafen, der „Port de Plaisance“ der Dreh- und Angelpunkt. Er wird jetzt als Marina genutzt. An den Hafen schließt sich die „Terra Vecchia“, die Altstadt an. Sie beeindruckt durch ihre engen Gassen und der „Place du Marche“, an dem sich die Barockkirche „Saint-Jean-Baptiste“ und das alte Rathaus befinden. Sehenswert ist hier auch die Oper sowie die Kapelle „Saint-Roche“ und die Zitadelle mit dem Gouverneurspalast.
Calvi ist ebenfalls eine Hafenstadt, deren Mittelpunkt die Hafenpromenade mit viel Flair ist. Als weiteres touristisches Highlight könnte man sonst noch die genuesische Zitadelle aus dem 15. Jahrhundert nennen. Ansonsten ist dieser Ort aber reich an Naturdenkmälern, wie dem rund sechs Kilometer langen Sandstrand. Er schließt sich direkt an die Stadt an, führt flach in Wasser und hat nur einen sehr geringen Wellengang. Ideal also für Familien mit Kindern, weshalb es hier auch die meisten Hotelanlagen gibt. Ferner sind auch einige sehr gut ausgestattete Campingplätze hier zu finden. Einen Tag seines Urlaubs auf Korsika sollte man sich für eine Schiffstour zur Halbinsel „La Scandola“ nehmen, die von der UNESCO geschützt ist. Eine solche Tour dauert rund sieben Stunden - ist also tagesfüllend. Wer lieber Wandern gehen möchte, der kann den Hausberg von Calvi den „Capu di a Veta“ beisteigen.
Der Ort Corte befindet sich auf einem Hochplateau in rund 436 Metern Höhe. Er ist der Ideale Ausgangspunkt für Wanderungen, z.B. in das „Restonica-Tal“, zum „Lac de Melo“ oder „Lac de Capitello“. Beliebt sind auch Wanderungen zum „Lac del Oriente“ oder ein Ausflug ins „Tavignanotal“.