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Reiseziele in Europa

Midi Pyrenees

Das Hochgebirge der Pyrenäen trennt die Iberische Halbinsel vom restlichen europäischen Festland. Unterteilt werden die Reginen in die westlichen auch atlantischen Pyrenäen genannt, die Hoch- oder Zentralpyrenäen und die östlichen Pyrenäen. Insgesamt macht die Bergketten zwischen Frankreich und Spanien eine Länge von 430 Kilometern aus und erstrecken sich vom „Port de Canfranc“ im Westen bis hin zum Wintersportort „Val d´Aran“ im Osten. Die heutigen Bewohner der Pyrenäen entstammen sehr viele verschiedenen Völkern, von denen jedes seine eigene Sprache hat. Das hat sich bis heute teilweise beibehalten, sodass hier die unterschiedlichen Kulturen aufeinander treffen, was einen Aufenthalt in den Pyrenäen jeden Tag zu einem neuen Erlebnis werden lässt.

Der „Pico de Aneto” im Maladeta-Massiv ist mit seinen 3404 Metern der höchste Berg der Pyrenäen. Daneben gibt es noch rund 200 weitere Berggipfel, die ebenfalls die 3000 Meter Marke erreichen. Viele der höheren Berge sind bis heute noch vergletschert, wobei seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch hier ein starker Rückgang der Gletscher zu verzeichnen ist. Zu den beeindruckendsten Pyrenäengletschern gehört der „Ossoue-Gletscher“ am Vignemale. In dieser faszinierenden Bergwelt gibt es unzählige Tiere und Pflanzen. In den oftmals recht großen Mischwäldern kann man unter anderem Braunbären sehen, die 1996 hier wieder angesiedelt wurden. Sie leben in Höhen bis zu 1700 Metern. Interessant sind auch die Pyrenäengemse und es gibt viele Murmeltieren, die aus den Alpen eingewandert sind. Sehr selten trifft man hier noch den Pyrenäen-Desman, ein Tier aus der Familie der Maulwürfe an. Ferner gibt es zahlreiche Vögel und die verschiedensten Vogelarten. Zu Hause sind im französischen Teil der Pyrenäen u.a. der Stein-, Zwerg- und Habichtsadler sowie Gänse-, Schmutz- und Bartgeier. Daneben gibt es unzählige Insekten in den Pyrenäen, unter denen sich rund 300 verschiedene Schmetterlingsarten, viele Heuschrecken und Käfer befinden. Des Weiteren trifft man hier auch auf Amphibien, Schlangen, Echsen und Salamander.

Insgesamt gibt es in den Pyrenäen drei Nationalparks, von denen einer auf der französischen Seite gelegen ist. Der „Parc National des Pyrenees“ wurde im Jahre 1967 eröffnet und erstreckt sich vom „Vallee d´Aspe“ im Weste bis zum „Neouvielle-Massiv“ im Osten.

Wer einen Wanderurlaub in den Pyrenäen plant, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass viele Gebiete hier nur sehr schwer zugänglich sind. Lange ist die touristische Infrastruktur hier nicht so ausgebaut, wie man es beispielsweise von den Alpen her kennt. Sucht man allerdings Ruhe und möchte die Natur mit all ihren Einzigartigkeiten kennen lernen, ist man in den französischen Pyrenäen genau richtig. Man kann die Pyrenäen aber nicht nur zu Fuß erkunden, denn viele verbringen hier auch einen Motorrad- oder Fahrradurlaub. Des Weiteren kann man hier im Süden von Frankreich einen perfekten Wellnessurlaub verbringen, denn es gibt sehr viele thermal- und heilklimatische Kurorte.