Die Verwaltungsregion Epirus befindet sich im Nordwesten von Griechenland. Unterteilt ist Epirus in die Präfekturen: Arta, Ioannina – hier befindet sich auch die gleichnamige Hauptstadt der Region, Prevenza und Thesprotia. Das gesamte Gebiet erstreckt sich auf ca. 9.200 Quadratkilometer und ist die Heimat von rund 350.000 Menschen.
Epirus zeichnet sich in erster Linie durch seine bergige Landschaft auf. Vor allem an der Küste wird dies deutlich. Hier befinden sich auch die 2.045 Meter hohen Keraunischen Berge, die steil zum Meer abfallen. Weniger hoch aber ebenso ein Eldorado für Wanderfreunde sind die östlichen Gebirge Bvion, Lakmos und Kition. Im Landesinneren sind die Gebirge nicht zu hoch, dafür gibt es hier unzählige kleinere und größere Flüsse, die die Regionen zu einer blühenden Landschaft machen.
Die Region Epirus ist eine der ärmsten in Griechenlands und der EU. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in und um die Hauptstadt Ioannina, sodass sich hier auch das industrielle und landwirtschaftliche Treiben konzentriert. Angebaut wird hier vor allem Olivenöl und Tabak für den Export. Wenige Menschen leben von der Fischerei und noch weniger vom Tourismus, denn dieser ist im Vergleich zu anderen griechischen Regionen nur schwach entwickelt. Urlauber trifft man eher in den Küstenregionen, in den traditionellen Dörfern der Zagoria im Gebirge oder in der Hafenstadt Igoumenitsa an.
Die Hauptstadt Ioannina zeichnet sich durch ihre vielen engen Gassen und vielen alten Gebäude aus, die sich im Zentrum befinden. Viele Gebäude stammen aus osmanischer Zeit. Die Stadt ist am westlichen Ufer des Pamvotida-Sees gelegen und bildet mitten im Pindos-Gebirge eine fruchtbare Landschaft. In Ioannina befindet sich eine Universität, die in den 1960er Jahren gegründet wurde und an der rund 20.000 Studenten eingeschrieben sind.
Zu den touristischen Highlights von Ioannina gehört das archäologische Museum. Hier sind u.a. Funde aus der antiken Orakelstätte Dodona ausgestellt. Ferner befindet sich in der alten Zitadelle der Stadt ein Museum der byzantinischen Kunst. Des Weiteren kann man in Ioannina eine Hauptmoschee aus der osmanischen Zeit bestaunen, die als Kulturdenkmal erhalten wurde. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Uhrturm auf Platia Dimokratias sowie die Tropfsteinhöhle von Perama, die sich einige Kilometer nördlich der Stadt befindet. Auch der Pamvotida-See zieht mit seiner Insel Nisi Ioanninon jedes Jahr viele Besucher an. Auf der Insel befinden sich mehrere kleine Klöster, die teilweise noch bewohnt sind.
In der Präfektur Arta befindet sich die gleichnamige Hauptstadt, die vor allem für die „Brücke von Arta“ bekannt ist. Diese Sehenswürdigkeit stammt aus der Antike stammt und ist von osmanischen Einflüssen geprägt.
In Stadt Preveza in der gleichnamigen Präfektur ist eine kleine und gemütliche Hafenstadt, die sich am Ausgang des Ambrakischen Golf befindet. Besondere Sehenswürdigkeiten sucht man hier zwar vergebens, aber den Flair einer Hafenstadt kann man hier in vollen Zügen genießen.
In der Präfektur Thesprotia gibt es ebenfalls nur wenige Sehenswürdigkeiten, dafür ist hier der Tourismus erst in den Kinderschuhen. Ruhe und Entspannung stehen hier an erster Stelle.