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Makedonien

Die Region Makedonien befindet sich im Norden von Griechenland und umfasst den historischen Teil Makedoniens. Die größte Stadt in der Region, die gleichzeitig auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum darstellt, ist Thessaloniki. Die griechische Region Makedonien wurde bereits sehr früh besiedelt, denn in den Tropfsteinhöhlen von Petralona fand man 200.000 Jahre alte fossile Knochen.

Um den Namen der Region entstand im Jahre 1991 zwischen Griechenland und Mazedonien ein Streit, denn die jugoslawische Teilrepublik Mazedonien hatte sich unter dem Namen Republik Mazedonien für unabhängig erklärt. Daraufhin befürchtete Griechenland Gebietsansprüche Mazedoniens und verwies auf seine Region Makedonien. Griechenland beanspruchte aufgrund der Hellenisierung der antiken Makedonier das antike kulturelle Erbe der historischen Region für sich. Heute gestaltet es sich so, dass die Republik Mazedonien im internationalen Verkehr die Bezeichnung The former Yugoslav Republic of Macedonia trägt. Dieser Name ist aber nur provisorisch, denn Griechenland und Mazedonien wurden von den Vereinten Nationen aufgefordert, sich friedlich zu einigen.

Die Hauptstadt der Region, Thessaloniki ist die Heimat von ca. 363.987 Einwohnern. Das macht sie zur zweitgrößte Stadt des Landes und zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der gesamten griechischen Region Makedonien. Des Weiteren ist Thessaloniki eine bedeutende moderne Universitäts-, Messe-, Kultur-, Industrie- und Hafenstadt. Daneben gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten in dieser Stadt, wie das Wahrzeichen, der von Sinan im 15. bzw. 16. Jahrhundert gebaute Lefkos Pyrgos – der Weiße Turm. Er diente als Befestigungsanlage, Garnison und Gefängnis. Heute ist der Turm zwar schon lange nicht mehr weiß, sondern eher grau und wird als byzantinisches Museum genutzt. Daneben gibt es sehr viele frühchristliche und byzantinische Kirchen in der bereits in der Bibel erwähnten Stadt. Viele von ihnen wurden 1988 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Eine weitere interessante Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten ist Kavala. Die Handels- und Hafenstadt befindet sich am Golf von Thasos des Thrakischen Meeres und ist der Hauptort der Präfektur Kavala. Hier befindet sich auch der Haupthafen Ostmakedoniens und einen Verkehrsflughafen, der sich 30 Kilometer außerhalb der Stadt befindet und überwiegend für Inlandsflüge und den touristischen Charter-Verkehr genutzt wird. Vom Hafen aus bestehen Fährverbindungen nach Thassos, Samothake und Limnos. Vom Hafen aus hat man zudem einen wunderbaren Ausblick auf das Meer und die Region. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der zweistöckige Aquädukt aus römischer Zeit und ein Kastell aus dem 16. Jahrhundert, dass an die Stelle der antiken Akropolis gebaut wurde. Unbedingt besuchen sollte man auch die Marienkirche aus dem 15. Jahrhundert und das Panagia, ein altes Türkenviertel mit sehr steilen Gassen, für dessen Erkundung eine große Portion Kondition erforderlich ist.

In der Ortschaft Drama gibt es ebenfalls Sehenswürdigkeiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Als besonders sehenswert gilt hier das Archäologische Museum, die Tropfsteinhöhlen des Flusses Angitis und die Parkanlage Piges Agias Varvaras, die sich im Zentrum befindet und über eine reichhaltige Gastronomielandschaft verfügt. In der Parkanlage gibt es zudem viele Wasserspiele.

In der Stadt und gleichnamigen Präfektur Kozani sind ebenfalls viele Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. So etwa der Uhrenturm Mamatsios, das Folkloremusem oder die Villen von Georgios Lassanis und von Grigorios Vourkas. Besonders erwähnenswert ist auch die Bibliothek der Stadt, die 1668 gegründet wurde und über 150.000 Bücher verfügt. Damit ist sie die zweitgrößte öffentliche Bibliothek in Griechenland. Auch die 1664 erbaute Kirche Agios Nikolaos, das Archäologische Museum und das Museum für örtliche Zeitgeschichte sollte man sich nicht entgehen lassen.