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Reiseziele in Europa

Mittelgriechenland

Die Region Mittelgriechenland umfasst teilweise das zentralgriechische Festland und die Insel Euböa. Die Hauptstadt der Region ist Lamia, dass sich in der Präfektur Fthiotida befindet. Weitere Präfekturen in Mittelgriechenland sind: Evrytania mit der Hauptstadt Karpenissi, Böotien mit der Hauptstadt Levadia, Euböa mit der Hauptstadt Chalkida sowie Fokida mit der Hauptstadt Amfissa.

In der Präfektur Evrytania mit seiner Hauptstadt Karpenisi gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. So etwa die byzantinische Kirche Agia Triada, die 1645 umgebaut wurde und sich am Hauptplatz der Stadt befindet. Etwas oberhalb der Stadt, auf einem Hügel befindet sich die Kapelle Agios Dimitrius. Die Präfektur Evrytania wird aber  nicht nur im Sommer gerne besucht, sondern auch in den Wintermonaten. Ganz in der Nähe der Stadt befindet sich das kleine aber feine Skigebiet Velouchi am Tymfristos. Der 2.315 Meter hohe Berg liegt am südlichen Ende des Pindos-Gebirges und ist trotz der touristischen Nutzung ein Biotop im Sinne des NATURA2000-Programms.

In der Präfektur Fthiotida, dessen Hauptstadt Lamia ist, bietet ebenfalls ein reichhaltiges Freizeitprogramm. Besonders bekannt ist die Gemeinde Gorgopotamos durch die im Jahre 1942 von Partisanen gesprengte Brücke. Sie wurde das Symbol des griechischen Widerstands. Weitere Sehenswürdigkeiten sind z.B. das Kloster der Geburt der Gottesmutter. Es befindet sich bei Damasta am Berg Kallidromo in ca. 580 Metern Höhe. Ein weiteres interessantes Kloster ist das Kloster Verklärung Christi, dass sich bei Gorgopotamos befindet und auf den Ruinen eines ehemals sehr bedeutenden Klosters errichtet wurde. Ein weiteres interessantes Ausflugsziel sind die Steinbrücken und Wasserfälle, die sich in einer Höhe von 800 Metern über Gorgopotamos bei Kangelogefirou befinden.

Auch in der Präfektur Böotien mit der Hauptstadt Levadia mangelt es an Sehenswürdigkeiten nicht. Vor allem Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten und auch Wanderer und Radfahrer werden  nicht enttäuscht. Die Region ist im Norden hügelig, im Süden gebirgig und dazwischen befindet sich ebenes Tiefland. Bekannte Orte der Antike, in denen man bis heute viele archäologischen Ausgrabungen bestaunen kann, sind z.B. Theben und Harliartos, Orchomenos und Plataiai. Das moderne Theben ist heute der Ort Thiva. Hier sollte man unbedingt dem Archäologischen Museum einen Besuch abstatten, die mykenischen Gräber und die Ruinen des Tempels des Apollon Isminios besichtigen. Sehr interessant ist in Thiva auch die byzantinische Kirche Agia Fotini sowie die unterirdische frühchristliche Kirche Agia Katherina.

Wer gerne Museen besichtigt, der ist in der Präfektur Fokida mit seiner Hauptstadt Amfissa genau richtig. Unbedingt besuchen sollte man hier das Archäologische Museum Amfissa sowie das Marinemuseum in Galaxidi und das Volkskunde-Museum in Agoriani. In der Kleinstadt Amfissa darf man sich die Burg von Salona nicht entgehen lassen und im Osten befindet sich die „Wolfshöhle“ - ein mykenisches Grab. Beeindruckend ist auch die metropolitische Kirche Evangelismos tis Theotokou. Sie befindet sich in der Stadtmitte von Amfissa und hat viele beeindruckende Fresken zu bieten. Aber auch die Bauwerke in dieser griechischen Region sind beeindruckend, so etwa die byzantinische Kirche Hg. Sotiros in Amfissa, die  antiken Mauern von Lilaia oder das Kloster des Propheten Elias. Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Präfektur Fokida ist das antike Delphi.  Diese bedeutende Stadt im antiken Griechenland ist vor allem durch das Orakel von Delphi bekannt. Die Ausgrabungen in dieser Region gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Zur Region Mittelgriechenland gehört auch die Insel Euböa mit seiner Hauptstadt Chalkida. Die Insel Euböa ist sehr n die Länge gezogen und hat eine Küste von 678 Kilometern. Die Insel ist ca. 175 Kilometer lang und zwischen sechs und 45 Kilometer breit. Die gesamte Insel wird von einem Gebirgszug durchzogen, sodass Wanderfreunde hier ein wahres Eldorado finden werden.

In der Hauptstadt Chalkida befindet sich an der schmalen Meeresstraße Euripos-Kanal. Über ihn führt schon seit 411 v.Chr. eine Brücke, durch die Chalkida mit dem Festland verbunden ist. Diese Meeresenge hat eine Besonderheit zu bieten, denn unter der Brücke fließt das Meer hinweg, das alle sechs Stunden seine Strömungsrichtung ändert. Dieses Naturschauspiel sollte man in keinem Fall verpassen. Daneben hat Chalkida keine weiteren besonderen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Einzig die Kirche Agia Paraskevi und die Moschee gelten als interessant.