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Westgriechenland

Die Verwaltungsregion Westgriechenland liegt an der Südwestküste des griechischen Festlands vor den Ionischen Inseln. Ein Teil der Region bildet auch die Halbinsel Peloponnes, die seit 2004 über die Rio-Andirrio-Brücke miteinander verbunden sind. In der Region Westgriechenland leben ca. 708.000 Menschen, von denen in der Hauptstadt Patras rund ein Viertel zu Hause sind. Westgriechenland setzt sich aus den Präfekturen: Achaia mit der Hauptstadt Patras, Ätolien-Akarnanien mit der Hauptstadt Messolongi und Elis mit der Hauptstadt Pyrgos zusammen.

Die Präfektur Achaia liegt auf der Peloponnesischen Halbinsel. Die Hauptstadt Patras war und ist eine wichtige Hafenstadt für das gesamte Land. Nach Athen und Thessaloniki ist Achaia die drittgrößte Stadt im Land. In Patras befindet sich der Sitz des Erzbischofs und es gibt eine Universität. Bekannt ist Patras auch als „die“ Karnevalshochburg überhaupt in Griechenland. Der sog. Patrino Karnavali wird hier ganze zwei Monate lang, immer im Winter, gefeiert und ist mit ca. 50.000 Karnevalisten der größte Karneval in Griechenland. Patras war die Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2006 und ist international wegen dem traditionellen Likör Tentura bekannt. Bekannt ist die Stadt aber auch wegen ihrer vielen Sehenswürdigkeiten, wie dem Archäologischen Museum, welches eines der größten in Griechenland ist. Entworfen wurde es von Theofanis Bobotis, wurde am 24. Juli 2009 offiziell eröffnet und umfasst ca. 8.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Hier sind die bedeutendsten archäologischen Fundstücke ausgestellt. Die mehr als 2.000 Exponate stammen von der mykenischen Zeit bis zum Ende der römischen Zeit. Besonders bemerkenswert sind die Mosaike aus der griechischen und römischen Antike.

In der Präfektur Ätolien-Akarnanien mit seiner Hauptstadt Messolongi gibt es ebenfalls viele Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Des Weiteren ist die Präfektur im Hinblick auf ihre Fläche die größte in ganz Griechenland. Die heutige Stadt Messolongi wurde vermutlich bereits im frühen 16. Jahrhundert gegründet. Berühmt wurde sie in erster Linie durch die griechische Revolution der 1820er Jahre. Bis heute gilt der Ort als ein Symbol des Widerstands gegen das Osmanische Reich. Seit dem Jahre 1937 trägt die Stadt auf Grundlage einer Verfügung des griechischen Königs Georgios II., den Ehrentitel Iera Poli, was Heilige Stadt bedeutet. Eine weitere große und beeindruckende Stadt in dieser griechischen Region ist Agrinio, die ebenfalls mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann. Besichtigen sollte man  hier in jedem Fall die sehr gut erhaltenen Tabaklagerhallen der Firma Papastratos sowie den öffentlichen Park Papastrateio. Nicht verpassen sollte man auch einen Besuch im archäologischen sowie im ethnologischen Museum und auch die öffentliche Bibliothek Papastrateio zieht immer wieder viele Besucher an. Zu den beeindruckendsten Bauwerken gehört hier die Kirche Agia Triada des Maurika, die aus dem 8. bis 9. Jahrhundert stammt.

Die griechische Präfektur Elis befindet sich im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes und beeindruckt vor allem mit dem antiken Elis, dass sich ganz in der Nähe der modernen Kleinstadt Gastouni befindet. In der Antike ging von hier aus die Aufsicht über die Olympischen Spiele aus und auch die Athleten trainierten hier, bevor sie in Olympia antraten. Daneben gibt es in Elis einiges an Sehenswürdigkeiten, wie die Ausgrabungen der markanteste Ruine: dem antiken Theater. Ferner gibt es in Elis ein kleines aber überaus interessantes Museum. Man kann Funde der antiken Sportstätten der Olympischen Spiele in der Antike bestaunen. Ferner sieht man hier auch eine der berühmtesten Statuen: den Hermes des Praxiteles. In der Hauptstadt dieser Region, in Pyrgos sucht man herausragende Sehenswürdigkeiten vergeblich. Dennoch gibt es hier einige schöne Bauwerke, wie beispielsweise das Rathaus der Stadt.