template by shocki

Reiseziele in Europa

Kampanien - Neapel, Cilento

Die Verwaltungsregion Kampanien, mit ihrer Hauptstadt Neapel, besteht aus den Provinzen Avellino, Benevento, Caserta, Neapel und Salerno. Der Bereich um Neapel, der nördlich der Amalfiküste gelegen ist, ist das am dichtesten besiedelte Gebiet in Italien. Weiter nach Süden hin nimmt die Bevölkerungsdichte drastisch ab.

Keine 80 Kilometer von Neapel entfernt beginnt schon der traumhafte „Cilento Nationalpark“, im Süden der Provinz Salerno. Der Park ist eine der schönsten und unberührtesten Landschaften im Land. Kampanien hat aber nicht nur eine traumhafte Küste mit weißen Sandstränden und türkisfarbenem Meer zu bieten. Auch im Landesinneren kann man viel entdecken, wie beispielsweise die Gebirgszüge mit Olivenhainen und fruchtbaren Tälern, dazwischen gibt es mittelalterliche Dörfer mit bedeutende antike Kulturstätten. Zudem ist die Region ein echtes Paradies zum Wandern, Radfahren und Reiten.
Direkt an der Küste, im Süden des Nationalparks, befindet sich das Örtchen „Marina di Camerota“. Das kleine Fischerdorf hat sich seinen typisch italienischen Flair beibehalten.  Verbringt man seinen Italienurlaub im Süden, dann wartet hier das Neapel, die Ruinen von Pompeji, die romantische Amalfiküste und das entspannte Apulien.

Neapel ist häufig das Ziel von Studienreisen, denn hier kann man sehr viel erleben und entdecken. Aber auch der „normale“ Tourismus findet hier ein Ziel der Extraklasse. Neapel ist eine reizvolle und pulsierende Hafenstadt am Golf von Neapel. Sie liegt am Fuße des Vesuvs, hat immer ein mildes Klima, eine bewegte Geschichte und damit zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten - kein Wunder also das bereits im 18. Jahrhundert die ersten Touristen hierher kamen. Zudem kann man in Neapel wunderbar shoppen geben. Neben vielen Boutiquen gibt es unzählige Märkte, auf denen neben Obst und Gemüse auch viel Kunsthandwerk aus der Region verkauft wird.  
In der Bucht von Neapel kann man bei gutem Wetter bis zu den Inseln Capri, Ischia und Procida schauen. Nicht weit entfernt sind die archäologischen Ausgrabungen von Pomeji sowie die romantische Amalfiküste. Die Altstadt von Neapel gehört zum Kulturerbe der UNESCO. Von den engen und kleinen Gassen aus gelangt man zu interessanten Kirchen, Katakomben und unterirdischen Höhlen. Es gibt viele Kunsthandwerker, schreiende Fischverkäufer, frisch gewaschene Wäsche hängt herum - das ist alte neapolitanische Volkskultur pur. Das Mittagessen sollte man hier unbedingt in einer netten Pizzeria genießen, denn immerhin wurde hier die Pizza erfunden.

Wer mehr über die Geschichte der Region erfahren möchte, sollte unbedingt das archäologische Nationalmuseum in Neapel besuchen. Es gilt als das wichtigste und größte archäologische Museum in Europas und zeigt neben den Funden aus Pompeji und Herculaneum auch eine ägyptische Ausstellung und viele andere wertvollen Sammlungen. Besichtigen kann man hier auch die antike Erotika-Sammlung, die sich viele Jahre unter Verschluss befand.

Pompeji ist auch so ein Begriff, der aus dem Geschichtsbuch bekannt ist. Am 24. August 79 wurden die Einwohner von Pompeji sowie deren Nachbarn in Herkulaneum und Oplontum vom Ausbruch des Vulkans Vesuv vollkommen überrascht. Aus dem Berg schossen so gewaltige Schlacke- und Aschemassen heraus, sodass die Bewohner in den Orten nicht einmal Zeit hatten, um zu fliehen. Sämtliches Leben wurde beendet und nachdem sich der Vesuv wieder beruhigt hatte, lag Pompeji unter einer acht Meter hohen Ascheschicht.
Die ersten Ausgrabungen von Pompeji begannen erst 1748 unter Karl III. Man hatte zuvor bereits in den anderen freigelegten Orten zahlreiche antike Schätze gefunden und so sollte jetzt auch Pompeji zu weiterem Reichtum verhelfen. Karl III. fand viele Kunstschätze, Schmuck und Münzen und ließ den Ausgrabungsort wieder zuschütten, als er meinte alles gefunden zu haben.
Guiseppe Fiorelli war es nach der Gründung des italienischen Königreiches, der den archäologischen Fundort wieder freigelegt. Man brachte die wichtigsten Funde ins Museo Archeologico Nazionale. Ein nicht unwesentlicher Teil des Schatzes war damals noch in Privatbesitz.

Im Jahre 1863 erfand Fiorelli die Methode, die mit Asche überzogenen Leichen mit Gips zu füllen, sodass er die Menschen und Tiere für die Nachwelt erhalten konnte. So wurde Pompeji zu einer traurigen Berühmtheit, denn durch das Ausgießen wurde deutlich, wie ganze Familien und Tiere im Todeskampf waren.
Besuchen sollte man im Süden unbedingt die Amalfiküste, die als die schönste Küste der Welt gilt. Sie konnte viele Jahrhunderte lang nur über den Seeweg erreicht werden, denn aufgrund bis zum 19. Jahrhundert gab es hier nur sehr unwegsames Gelände. Unter König Ferdinand von Bourbone wurde dann eine 40 Kilometer langer Straße erbaut.

Die Natur an der Amalfiküste ist einfach nur beeindruckend und bietet von allen Standorten aus grandiose Ausblicke, steile Schluchten und das türkisfarbene Meer. Es gibt unzählige romantische Buchten - eine unvergleichliche Welt am Mittelmeer.

Jedes Jahr besuchen zahlreiche Touristen die Amalfiküste und die Stadt Amalfi. Gerade die Stadt ist ein Eldorado für Kunst- und Naturfreunde. Vor allem die Geschichte der Stadt beeindruckt, denn Amalfi ist die älteste der Seerepubliken und gleichzeitig die erste, die sich behaupten konnte.

Damit hat die Stadt auch viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie beispielsweise das „Kloster des Paradieses“, dass im Jahre 1260 errichtet wurde. Über zwei Jahrhunderte lang befanden sich hier die sterblichen Überreste der amalfitanischen Patrizier. Im Innern befindet sich ein eindrucksvolles Fresko sowie unterschiedliche Sarkophage mit Reliefen. Sehenswert ist zudem der Vorhof und das Portal auf Doppelsäulen.
In direkter Nähe vom Domplatz befindet sich der Hauptplatz der Stadt, die „Piazza Flavio Gioia“, an der sich auf der einen Seite das Meer befindet und auf der anderen Seite die Reste der „Arsenal der Repubik“ aus dem 13. Jahrhundert. Dieses erinnert an die Beziehung von Amalfi zu Alexandrien, Jerusalem, Antiochien, Byzanz, Beirut, Jaffa, Tripolis, etc. und ist das einzige Zeugnisse für diese Beziehungen der amalfitanischen Flotte. Im Jahre 1343 wurde das Bauwerk durch ein Unwetter zur Hälfte zerstört.
Immer einen Besuch wert ist auch das Gemeindemuseum im „Palazzo San Benedetto“, dem heutigen Rathaus der Stadt. Hier kann man bedeutende Werke des Malers P. Scopetta sowie Instrumente der Schule der amalfitanischen Schifffahrt und Originalskizzen von Domenico Morelli besichtigen. Letztere wurden als Mosaiken an der Fassade des Domes ausgeführt.

Italienische Inseln