Procida, ist eine Insel, die direkt zwischen Ischia und Capri liegt. Sie zeichnet sich durch ihre vielen blühenden, wilden Gärten und duftenden Zitronen- und Orangenhainen aus. Procida ist die kleinste Insel im Golf von Neapel und wie viele andere Insel vulkanischen Ursprungs. Die Besonderheit der Insel ist, dass sie sich viel von ihrer Ursprünglichkeit behalten hat.
Wer auf Procida ankommt, landet am Hafen Marina Grande, mit wunderschönen pastellfarbenen Fischerhäusern und einem beeindruckenden Flair. Vom Hafen aus kann man zu Fuß zur ersten Sehenswürdigkeit gelangen, zur Kirche S. Maria delle Grazie. Von hier aus hat man einen faszinierenden Blick auf den Fischerhafen Corricella. Einst war Corricella ein Vulkankrater, um den sich ein typisch italienisches Dörfchen gebildet hat. In der Umgebung befindet sich auch die Abtei San Michele Arcangelo, das zweite Highlight der Insel und gleichzeitig ihr höchster Punkt. Ein Besuch lohnt sich hier immer, vor allem wegen der Bibliotheca abbazia. Unterhalb der Abtei befindet sich der Adelspalast, der Palmen umgeben ist. In ihm befindet sich heute die älteste Seefahrtsschule Italiens, das Instituto Nautico Francesco Caracciolo.
Die Südwestküste der Insel bietet sich für einen Badeurlaub an, denn neben den schönsten Stränden befindet sich hier auch der Yachthafen Chiaiolella und die kleine Insel Vivara, die über einen Steg mit Procida verbunden ist. Das Inselchen ist seit 1974 ein Naturschutzgebiet und bietet vielen seltenen Vögeln und Pflanzen eine Heimat.
Procida gilt ein wenig als Geheimtipp für einen entspannten und interessanten Italienurlaub, denn bis heute ist die Insel vom Massentourismus verschont geblieben. Die Einheimischen wollen bewusst den Massentourismus fern halten, weshalb es auf der Insel auch nur einige wenige Hotels und Privatquartiere gibt. Auch Restaurants findet man überwiegend nur im Hauptort Procida in der Hafenregion.
Bei Segelfreunden sehr beliebt sind die Tremiti Inseln, ein kleines Archipel an der Adriaküste der Provinz Foggia, dass aus den fünf Inseln San Domino, San Nicola, Capraia, Pianosa und Cretaccio besteht. Der Archipel gehört zum Naturschutzpark Parco Nazionale del Gargano. Das Meer rund um das Archipel ist sehr fischreich und zudem kristallklar. Daher werden nicht nur Segler von dieser Region angezogen, sondern auch sehr viele Taucher und Schnorchler. Dennoch sind es eher die Segler, die mit ihren Booten die Küsten der Inseln umrunden.
Ein weiterer Geheimtipp ist die Insel Pantelleria, die rund 110 Kilometer südlich von Sizilien liegt. Die Insel stellte einst einen sehr wichtiger Knotenpunkt der antiken Seehandelsrouten dar und ist wie andere Insel auch vulkanischen Ursprungs. Bereits in der Bronzezeit war Pantelleria stark besiedelt, denn archäologische Funde brachten eine befestigte Siedlung mit Nekropolen ans Tageslicht. Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gehört der Binnensee „Specchio die Venere“, der vor rund 16.000 Jahren entstanden ist und die einzige größere natürliche Süßwasseransammlung darstellt. Nicht verpassen sollte man hier das „Castelle Barbacane“, eine Festung deren Ursprung man bis heute nicht herausfinden konnte. Immer wieder faszinierend ist eine Besichtigung der Meeresgrotten „Grotta della Storo“, die man nur auf dem Seeweg erreichen kann.