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Reiseziele in Europa

Latium - Rom, Vatikanstadt

Rom

Fast jeder, der aus kulturellen Gründen nach Italien kommt, fasst Rom ins Auge. Diese herrliche Stadt bietet Sehenswürdigkeiten wohin man auch blickt und entführt den Besucher in eine Zeit, die wesentlich älter als 2000 Jahre ist. Besonders erwähnenswert ist die antike Baukunst und die großartigen Bauwerke, die aus längst vergangenen Zeiten berichten, wie etwa das Colosseo. Erbaut wurde das Amphitheater in der Zeit von 69 bis 96 n. Chr. und sollte den Wunsch des Volkes nach „panem et cicensis“ (Brot und Spiele) erfüllen. Die Arena entsprach ungefähr der Größe eines Fußballplatzes und bot in ca. 48 Metern Höhe vier Stockwerke, auf denen mehr als 50.000 Zuschauer ihren Platz fanden. Unter dem Bau waren in unterirdischen Gewölben die wilden Tiere untergebracht. Für die damalige Zeit war die Technik beeindruckend, den es gab mechanische Aufzüge, mit denen die Tiere in die Arena gebracht wurden. Daneben konnte man die gesamte Arena auch mit Wasser fluten, um Schiffsschlachten auszutragen. Solche Kämpfe, ebenso wie die legendären Gladiatorenkämpfe waren großartige gesellschaftliche Ereignisse, die manchmal Wochen dauerten. Überliefert ist, das im Jahre 523 n. Chr. die letzten Spiele im Colosseum stattfanden. Eine Reihe von Erdbeben zerstörten das prächtige Bauwerk teilweise und während es im Mittelalter noch als Festung genutzt wurde ist es heute die Touristenattraktion in Rom überhaupt. 

Ein weiteres Highlight in Rom ist das „Forum Romanum“, in dem sich in der Antike das bürgerliche Leben abspielte. Das Forum Romanum besteht aus Basiliken, Monumenten, Tempeln und einer Reihe von Geschäften. Nachdem im 6. Jahrhundert v. Chr. hier ein Entwässerungssystem gebaut wurde, dehnte sich Rom immer weiter aus, sodass ein Forum nicht ausreichend war. Damit entstanden in den folgenden Jahren mehrere Kaiserforen. Durch einen Brand im Jahre 283 wurde das Forum Romanum zerstört. Mit den Wiederausgrabungen hat man erst im 18. Jahrhundert begonnen. Besichtigt man heute das Forum Romanum, mit seinem bekannten Konstantinbogen, dann wird man erst einen richtigen Eindruck davon bekommen, welche Baukünstler die alten Römer doch waren.

An das Forum Romanum schließt sich die „Piazza del Campidoglio“ (Kapitolsplatz) an. Hier befinden sich die Reiterstatue von Mark Aurel und die Kapitolinischen Museen, mit einer der bekanntesten Stauen der Welt: der Kapitolinischen Wölfin, die Romulus und Remus säugt, die Gründer der Stadt Rom. Ferner befindet sich auf der Piazza del Campidoglio der Senatorenpalast, der heute der Sitz des Bürgermeisters ist. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Konservatorenpalast.
An der Piazza di Spagna befindet sich die berühmte Spanische Treppe. Die „Scalinata di Trinita die Monti“, wie der römsiche Name der Spanischen Treppe lautet, wurde im Spätbarock und Rokoko gebaut. Entstanden ist sie zwischen 1723 und 1726 durch den französischen Architekten Francesco de Sanctis. Früher wie heute flaniert die feine Gesellschaft, und jede Mengen Touristen, über die Treppe, durch die die Stadt mit dem Hügel des Pincio verbunden ist.
Weitere Sehenswürdigkeiten, die man sich in Rom nicht entgehen lassen sollte, sind die Piazza Novana, Campo die Fiori und der Brunnen von Trevi.  

Des Weiteren wird mit Italien und mit Rom immer wieder die Vatikanstadt in Verbindung gebracht, die sich auch für nichtgläubige Touristen zu besichtigen lohnt.
Sehr hoch frequentiert ist der Petersdom im Zentrum des Vatikans. Er ist mit seinen fünf Schiffen und Platz für 60.000 Personen die größte katholische Kirche weltweit. Heute befindet sich der Hochaltar genau an der Stelle, an der der Heilige Pietro im Jahre 67 n. Chr. beerdigt worden sein soll. An der Stelle vor der Petersdom heute steht, befand sich vor mehr als 2000 Jahren der Privatzirkus von Kaiser Nero. Kaiser Nero machte damals die Christen für den Großbrand in Rom im Jahre 67 n. Chr. verantwortlich, bei dem Rom fast vernichtet wurde. Daraufhin ließ Nero die Christen verfolgen und kreuzigen - so auch den Hl. Pietro, der mit dem Kopf nach unten ans Kreuz genagelt wurde. Bevor jedoch die mächtige Kathedrale erbaut wurde, war hier ein bekannter Wallfahrtsort. 550 n. Chr. wurde die erste Peterskirche gebaut, die im Mittelalter schon das Zentrum der Christen darstellte. Schussendlich wurde Michelangelo gerufen, um die Idee einer neuen Kirche im 15./16. Jahrhundert umzusetzen.

Daneben gibt es aber noch viele weitere sehenswerte Bauwerke und Gotteshäuser in der Vatikanstadt. Als besonders interessant gelten die Vatikanischen Museen, vor denen sich bereits in den frühen Morgenstunden schon lange Schlangen bilden. Als Highlight gelten hier die Sixtinische Kapelle von Michelangelo, die Stanzen des Raffael, die Pinakothek mit vielen Werken von Leonadro, Caravaggio und Raffael sowie das ägyptische und etruskische Museum. Des Weiteren sehr sehenswert sind die Vatikanischen Gärten, die man nur im Rahmen einer italienisch- und englischsprachigen Führung besichtigen kann.