Eine weitere bekannte Urlaubsregion im Nordwesten von Italien ist die Lombardei, die eine der reichsten Regionen im Land ist. Hauptstadt der Lombardei ist Mailand - die führende Wirtschaftsregion überhaupt. Im Norden der Lombardei befinden sich die Alpen und Voralpen, im Süden liegt die fruchtbare Poebene, im Osten der Gardasee und im Nordwesten der Comer See und der Lago Maggiore.
Wer sich für Mode interessiert, der sollte unbedingt Mailand besuchen. Die zweitgrößte Stadt in Italien gilt als die Modemetropole überhaupt. Bekannt ist Mailand aber auch für das weltberühmte Opernhaus, die „Mailänder Scala“. Daneben findet man in der Stadt zahlreiche Kunstschätze, wie beispielsweise das „Abendmahl“ von Leonardo da Vinci, das sich in der Kirche „Santa Maria delle Grazie“ befindet.
Ferner gibt es in Mailand zahlreiche Museen und Galerien, wie das „Museo Bagatti Valsecchi“. Das Hausmuseum aus dem 19. Jahrhunderts zeigt eine beeindruckende Kunstsammlung aus der italienischen Renaissance. Sehenswert ist auch der „Cimitero Monumentale“, in dem sich die Gräber berühmter Persönlichkeiten befinden. Interessant sind auch einige Stadttore, die nach dem Abriss der Stadtmauern erhalten geblieben sind. Sie wurden in die Stadtgliederung im 19. und 20. Jahrhundert integriert. Zu den schönsten Stadttoren gehört z.B. das Porta Garibaldi, das Porta Romana und das Porta Venezia.
Als Urlaubsregion in Italien sehr beliebt ist auch der Bereich am Comer See in Oberitalien. Er gilt als einer der fischreichsten Seen der Welt, was in erster Linie die Gastronomie für sich nutzt und viele fangfrische Fischdelikatessen anbietet. Zudem ist der Comer See mit einer Länge von 55 Kilometern und einer Tiefe von 410 Metern einer der tiefsten Seen in Europa. Am nördlichen Ufer herrscht das ganze Jahr über ein sehr angenehmes Wetter, da dieser Bereich im Schutz der hohen Berge liegt. Aufgrund des milden Klimas wachsen hier sehr viele mediterrane Pflanzen. Bellagio, auch die „Perle des Comer Sees“ genannt, befindet sich an der Spitze einer Halbinsel, durch die der Comer See in zwei Arme geteilt wird. In Bellagio gibt es viele verwinkelten Gassen, man kommt über steile Treppen in die Hinterhöfe, wo man kleine Künstlerateliers findet - La Dolce Vita pur.
Nicht verpassen sollte man hier die Basilika „San Giacomo“, die aus den Anfängen des 12. Jahrhunderts stammt. Überaus sehenswert ist auch die „Villa Melzi“, in der sich ein Museum befindet. Spazieren gehen kann man hervorragend im angrenzenden Park. Im Hafen von Bellagio bietet nicht nur einen Ausblick über die herrliche Landschaft, sondern man kann hier auch vom Boot aus den Comer See genießen. Fans des Windsurfens treffen sich in Domaso, an der Nordseite des Sees.