In keinem Fall vergessen darf man natürlich die italienischen Inseln, wie Sardinien, Sizilien, Capri, Ischia, Elba und Procida. Ebenso die Äolischen Inseln, die Ägidischen Inseln, Tremiti und Pantelleria.
Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und bildet zusammen mit einigen vorgelagerten Inseln die gleichnamige autonome Region in Italien. Sardinien hat eine Fläche von 24.090 Quadratkilometern. Die Hauptstadt ist Cagliari. Sardinien ist ca. 202 Kilometer vom italienischen Festland entfernt und liegt im Tyrrhenischen Meer. Die Insel verfügt zusammen mit den vorgelagerten Inseln über eine Küstenlänge von 1848,6 Kilometern. Bekannt sind die Küstenabschnitte: Costa Smeralda, Costa Rei, Costa Verde, Costa Paradiso und Costa del Sud. Mit 1837 Metern ist der “Punta La Marmora” der höchste Berge der Insel. Das mediterrane Klima sorgt für einen warmen Frühling und Herbst, einen heißen Sommer und milde Winter.
Besonders bemerkenswert ist die Natur auf der Insel, denn Sardinien gilt als Naturreservat und sind hier Tausende seltener Tiere und Pflanzen unter Schutz gestellt.
Ferner verfügt Sardinien über eine lange Geschichte, sodass es hier viele archäologische Schätze zu bestaunen gibt. Bereits vor Christi Geburt lebten hier schon die Punier, dann die Römer und Byzantiner sowie die Araber. Ab 1000 n.Chr. waren es dann die Pisaner, Schwaben und Spanier, die die Insel beherrschten. Später die Habsburger, bis die dann 1861 zu Italien kam. Alle Bewohner haben ihre Spuren hinterlassen und so findet man so gut wie überall Kulturdenkmäler aus den verschiedenen Epochen.
Unbedingt besuchen sollte man den Su Naraxi, der am besten erhaltene Nuraghe auf der Insel. Nuraghen sind prähistorische und frühgeschichtliche Turmbauten der Bonnara-Kultur. Ein weiterer Huraghe ist „Is Paras“. Er gilt als der schönste der Insel, da er komplett aus weißem Kalkstein errichtet wurde. Ganz in der Nähe von Is Paras befindet sich einer der Brunnenheiligtümer Sardiniens. Die Insel leidet bis heute im Sommer unter einer Wasserarmut, weshalb man auf der gesamten Insel rund 50 Wasserkultstätten angelegt hat. Sehenswert ist auch die Nekropole von „Anghelu Ruju“, die eine größere Begräbnis- und Weihestätte des Altertums ist.
Immer ein Besuch wert ist auch die Sinis Halbinsel. Auf der Halbinsel kann man neben vielen Naturschönheiten auch kulturelle Zeitzeugnisse bestaunen. So etwa die Ruinenstadt Tharros, ein weiteres Brunnenheiligtum „Sas Ipogeo di San Salvatore“ oder eine der ältesten Kirchen in Italien „San Giovanni di Sinis“.