
Wer im Nordosten von Italien seinen Urlaub verbringt, sollte auch den Highlights in der Region Venetien einen Besuch abstatten. Allen voran hier die Lagunenstadt Venedig, die die regionale Hauptstadt der Region Venetien ist. Venezien setzt sich aus sieben Provinzen zusammen: Belluno, Padua, Rovigo, Treviso, Venedig, Verona und Vicenza. Jede dieser Provinzen hat eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten und zeigt in vielen Orten noch das typisch italienische Leben.
Besonders erwähnenswert ist dabei Verona: die Stadt von Romeo und Julia. Der berühmte Balkon befindet sich an der Via Cappello 23. Hier befindet sich die Cada di Giulietta, das Haus der Familie Capuletti aus dem 13. Jahrhundert. Die Fremdenführer sagen, dass hier die Julia gewohnt hat - da es Julia aber nie gab, immerhin ist sie nur eine Erfindung von Shakespeare, wird sie hier wohl auch nicht gewohnt haben. Dennoch ist dieser Balkon eine er am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten in Verona. Dabei hat Verona noch viel mehr zu bieten, wie beispielsweise das Amphitheater, dass wahrscheinlich um 50 n. Chr. erbaut wurde und bis heute gut erhalten und in das Stadtbild integriert ist. Das 152 Meter lange und 123 Meter breite Bauwerk entstand zur gleichen Zeit wie das Kolosseum in Rom. Das Verona alt ist, merkt man an allen Ecken und Enden. Es gibt sehr viele historische Fassaden aus unterschiedlichen Jahrhunderten wohin man auch blickt. Besonders interessant ist die „Piazza delle Erbe“ einst ein Marktplatz und Versammlungsort im Mittelalter.
Auch gegenüber dem Durchgang zur „Piazza dei Signori“ gibt es wuchtige Barockbauten, wie der Uhrturm „Torre del Gardello“ aus dem 14. Jahrhundert. Auch an Sakralbauten mangelt es in Verona nicht. Sehr sehenswert ist die kleine Kirche Santa Maria Antica, die aus dem 8. Jahrhundert stammt und sich in der Nähe der „Piazza dei Signori“ befindet. Besuchen sollte man auch die Basilica „San Zeno Maggiore“, die aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammt. Beeindruckend ist hier die Farbgebung im Innern und der Baustil mit seinen schlichten Verzierungen. Beeindruckend ist auch die große Fensterrose über dem Bau- und Skulpturenkomplex im Eingang.
Eine Provinz in Venetien ist Padua, die Stadt des Heiligen Antonius. Hier sollte man sich den Botanischen Garten nicht entgehen lassen. Er gehört wie die Altstadt von Verona zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Ein weiterer Anziehungspunkt für Italienreisende ist die Stadt der Liebeneden: Venedig. Hier gehört eine Gondelfahrt auf den Canale Grande zu einem gelungnen Italienurlaub einfach dazu. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz befindet sich an der Adria Küste und setzt sich aus mehr als 100 Inseln zusammen. Das Zentrum der Stadt wird „La Sernissma“ genannt und wird von117 Inseln in einer Lagune gebildet. Mit ihrer Architektur, dem Lebensstil und nicht zuletzt ihrer beeindruckenden Kunst lockt die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Lagunenstadt jedes Jahr Tausende von Touristen an. In Venedig sollte man aber gut zu Fuß sein, denn Autos fahren hier nicht und ein Spaziergang zu den Attraktionen Venedigs dauert lange. Es können mehr als 400 Brücken überquert werden. Ausruhen kann man sich dann auf der weltbekannten „Piazza San Marco“, an der sich auch der Markusdom, die „Basilica di San Marco“ befindet. Die erste Kirche, die dem heiligen Markus geweiht wurde, wurde 828 gestiftet. Man baute sie von 829 bis 832 anstelle einer Hauskapelle des Dogenpalastes. Erbaut wurde sie, um die aus Alexandria durch venezianische Kaufleute entführten Gebeine des Evangelisten Markus aufnehmen zu können. Nachdem 976 die Kirche, der Dogenpalast und 200 Häuser einem Großfeuer zum Opfer fielen, begann der Doge Pietro I. Orseolo noch in dem Jahr mit dem Wiederaufbau. Dieser wurde nach mehrfachen Unterbrechungen erst 1094 beendet. Der Markusdom zeichnet sich durch seinen Innenarchitektur aus, sodass es sich in jedem Fall lohnt, sich an den langen Schlangen anzustellen. Zudem weiß niemand, wie lange es diese Monumente noch geben wird. Der Dom wie auch andere Teile von Venedig senken sich immer weiter ab. Ein weltbekanntes Spektakel ist auch der venezianische Karneval, der jedes Jahr im Februar in Venedig gefeiert wird.
In Verona sollte man unbedingt die Altstadt besuchen, denn sie gehört seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sehenswert sind die historischen Fassaden aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten an der „Piazza delle Erbe“. Interessant ist auch der „Palazzo Maffei“ aus dem Jahre 1668 sowie der mittelalterliche Uhrturm „Torre del Gardello“, der aus dem 14. Jahrhundert stammt. Auch in Verona gibt es eine Reihe beeindruckender Sakralbauten, wie die „Santa Maria Antica“ aus dem 8. Jahrhundert, die Basilica „San Zeno Maggiore“ aus dem 11. und. 12. Jahrhundert, sowie die Kirche „San Lorenzo“, um nur einige zu nennen.
Freunde der Museen sollten unbedingt das „Museo Lapidario Maffeiano“ besuchen. Es ist eines der ältesten archäologischen Museen in Europa und wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts vom Literaten Scipione Maffei eingerichtet. Eine beeindruckende Sammlung an etruskischen Bronzen und vielen Funden aus der Zeit der alten Römer kann man im „Museo Archeologico“ bestaunen. Wechselnde Ausstellungen zur modernen Kunst finden im „Palazzo Forti“ statt und in den „Scavi Scaligeri“, einer unterirdischen Ausgrabungsstätte, können wechselnde Fotoausstellungen besucht werden.