Derzeit gibt es keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen im Bezug auf Krankheiten, die in Spanien berücksichtigt werden müssen. Auch ein Impfschein ist nicht zwingend erforderlich. Jedoch kann sich dies zu jeder Zeit ändern. Daher sollte man sich vor der Reise nach Spanien immer eingehend informieren. In der Regel hält das Auswärtige Amt und das Deutsche Konsulat derartige Informationen tagesaktuell bereit. Über erforderliche oder sinnvolle Reise-Impfungen für bestimmte Personengruppen oder für bestimmte Regionen, kann auch der Hausarzt Aufklärungsarbeit leisten. Dennoch gibt es einige Vorsichtsmaßnahmen, die generell berücksichtigt werden sollten.
Zecken
So besteht in ganz Spanien in der Zeit von April bis Oktober ein erhöhtes Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken. Ein Schutz bietet an dieser Stelle eine entsprechende Impfung, sowie hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Sprays, wenn man sich in der Nähe von höheren Gräsern, Sträuchern und im Unterholz aufhält.
Hepatitis A und B
Landesweit kommt auch Hepatitis A und Hepatitis B vor. Damit wird eine Hepatitis A-Schutzimpfung generell empfohlen. Bei einem längeren Aufenthalt in Spanien, bei dem ein enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung besteht, ist zudem die Impfung gegen Hepatitis B empfohlen. Diese sollte grundsätzlich bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Leishmaniose
Die Leishmaniose tritt besonders an der Mittelmeerküste, verstärkt in den Provinzen Alicante und Murcia, auf den Balearen wie Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera und im Süden des Landes ein. Übertragen wird die Krankheit durch Schmetterlingsmücken. Einen effektiven Schutz kann man durch hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel schaffen.
Kala Azar
Kala Azar kommt an der Mittelmeerküste und auf den Balearen vor. Ein wirksamer Mückenschutz sollte nicht fehlen.
Meningokokken-Meningitis
Es kann zu epidemischen Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen. Ein Schutz bietet eine Impfung. Zudem sollten im Fall der Fälle große Menschenansammlungen gemieden werden. Der Impfschutz ist vor allem Kindern und Jugendlichen zu empfehlen. Grundsätzlich sollte der Impfschutz bei Langzeitaufenthalten vorhanden sein.
Krankenversicherung beim Spanien Urlaub
In Spanien gilt für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder die Europäische Krankenversicherungskarte, kurz EHIC, durch die die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall geregelt wird. Behandeln lassen kann man sich hiermit in öffentlichen Gesundheitsstellen, Beratungsstellen, Ambulanzen, Gesundheitszentren und in Krankenhäusern. Vor Reiseantritt sollte man sich bereits Informationen einholen, wo am Aufenthaltsort eine ärztliche Versorgung geben ist. In Spanien, vor allem auf den Inseln und in den typischen Touristenhochburgen gibt es viele deutsprachige Ärztezentren.
Für Arzneimittel muss man jeweils einen Kostenanteil bezahlen und zahnärztliche Behandlungen sind grundsätzlich kostenpflichtig.
Wichtig ist auch zu wissen, dass in der EHIC nicht der Rücktransport bei einer schweren Erkrankung oder nach einem Unfall enthalten ist. Gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten, sodass für diesen Fall eine private Reiseversicherung empfehlenswert ist. Für die Dauer des Aufenthalts sollte daher eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, durch die all die Risiken abgedeckt sind, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.